Die Piraten Johnny Federkiel und Esmeralda Goldhaar haben erfolgreich ein englisches Handelsschiff auf dem Weg nach Indien geentert. Die Beute, ein Fass Bier, steht nun an Deck des Piratenschiffs.
 
Johnny: Ich hab Durst!
Esmeralda: Du weisst doch, dass wir fast kein Wasser mehr haben.
Johnny: Wir könnten ja das Bier trinken.
Esmeralda: Das ist ein India Pale Ale, und als belesene Piratin weiss ich, dass man das mit Wasser verdünnen muss.
Johnny: Es hat ja jede Menge Wasser hier - im Meer.
Esmeralda: Johnny, du Depp! Meerwasser ist doch salzig. Das kann man nicht trinken.
Johnny: Auch nicht mit Bier?
Esmeralda: Auch nicht mit Bier.
 
Weil der Durst von Johnny und Esmeralda immer stärker wird, beschliessen sie nach längerer Diskussion, das India Pale Ale unverdünnt zu trinken - und es schmeckt erstaunlich gut. Dank dem Hopfen fruchtig in der Nase und bitter im Abgang, durch den hohen Alkoholgehalt leicht süsslich auf der Zunge, die allerdings immer schwerer zu koordinieren wird.
 
Esmeralda: Dasch ischt ja wirklich gut - hicks!
Johnny: Hascht recht - hicks -, lieber mehr Bier als Meerwasser.
 
Die Geschichte zeigt: IPA macht sogar Piraten blau. Unser Blauer Pirat, seit Ende 2016 im Monsterbräu-Angebot, ist ein Single Hop IPA, gebraut mit dem aromatischen Ekuanot-Hopfen. Trotz seines Alkoholgehalts von 6.8% Vol. empfiehlt es sich nicht, das Bier zu verdünnen - auch nicht mit Meerwasser. Der erste Sud war Ende Jahr trinkreif und ist schon fast ausverkauft. Ende Februar gibt es wieder Nachschub.
 
 

Am 19. April 2003 hatten wir unseren ersten "richtigen" Sud gebraut, ein "Oster-Weizen" in einer 20-Liter-Sudpfanne. Dieses selbstgebraute Bier bekam die Sud-Nummer 1 (die verschiedenen Brauversuche mit Bierkits aus der Dose, die wir bis dahin zubereitet hatten, zählen nicht mit). Seither haben wir in mehr oder weniger regelmässigen Abständen, auf verschiedenen Brauanlagen und an verschiedenen Standorten unser Bier gebraut. Seit dem Sud Nr. 193 auf zwei "Speidel Braumeister 50 Liter" in unserer neuen Brauerei im Zwicky Süd. Am 30. Juli 2016 konnten wir ein kleines Jubiläum feiern: Unser 200-stes selbstbebrautes Bier.

Für den Sud Nr. 200 haben wir uns ein spezielles Rezept ausgedacht, schliesslich ist es ja ein "Jubiläumsbier". Ein IPA (India Pale Ale) soll es werden, gehaltvoll und mit fruchtigem Hopfenaroma. Um eine genügend hohe Stammwürze zu erreichen, wurde das Bier mit 18 kg Malz eingemaischt. Da der 50-Liter-Braumeister für maximal 13 kg Malz konzipiert ist, mussten wir in die Trickkiste greifen und zweimal nacheinander mit je 9 kg einmaischen. Zum Glück haben wir zwei Braumeister, sodass wir für die zweite Schüttung das Malzrohr der zusätzlichen Brauanlage verwenden konnten.

Ein wichtiger Faktor beim Brauen eines IPAs ist die Wahl des Hopfens. Magnum als Bitterhopfen und Galaxy als Aromahopfen ist sicherlich eine gute Basis für ein fruchtiges IPA, doch damit das Bier schön hopfig wird, ist zusätzlich noch "Hopfenstopfen" angesagt: Während der Gärung und Reifung geben wir noch weiteren Galaxy-Hopfen bei, damit das Bier möglichst viele Aromastoffe aufnehmen kann.

Unser "Jubiläumsbier" gibt es exklusiv zu geniessen am Kleinbrauer Armageddon am 5. November in der Erzbierschof Bar Zürich und an den Unterländer Biertagen am 19. und 20. November in Oberglatt.

Anfang März 2016 konnten wir den Gewerberaum im Zwicky Süd beziehen, in dem unsere zukünftige Brauerei entstehen sollte. Bis es soweit war, gab es jedoch noch viel zu tun. Zum Glück konnten wir uns auf die tatkräftige Hilfe und die kompetente Erfahrung von Architektin, Bauleiter und zahlreichen Handwerkern verlassen. Innert drei Monaten ist so aus einer 42 Quadratmeter grossen "Betonkiste" eine wunderbare Brauerei geworden. Hier ein paar Impressionen vom Innenausbau des Braulokals.

Bis ein Bier reif ist, dauert es etwa 6-8 Wochen. Ende März mussten wir unser Winterquartier im Badi-Restaurant Dübendorf räumen. Anfang März konnten wir mit dem Innenausbau unserer neuen Brauerei im Zwicky Süd beginnen, und seit Anfang Juni können wir dort unser Monsterbräu-Bier brauen.

Unsere Lagerbestände, die wir noch am alten Standort gebraut haben, neigen sich langsam aber sicher dem Ende zu. Das erste in der neuen Brauerei gebraute Bier wird ca. Anfang August trinkreif sein. Bis dahin können wir leider nur in sehr begrenztem Rahmen Bier verkaufen. Ab August sollten wir aber wieder Weisses Einhorn, Glatthopfen, Lazariter und Schwarze Kobra anbieten können.

Bald ist die Badi-Saison vorbei - zumindest für Monsterbräu. Während wir bisher jeweils im Winter unsere provisorische Brauerei im Badi-Restaurant Dübendorf einrichten durften, haben wir nun bald eine ganzjährige Bleibe. Unser neues Brauereilokal befindet sich im neu überbauten Areal Zwicky Süd, an der Grenze zwischen Dübendorf und Wallilsellen.

Zur Zeit findet der Innenausbau unseres 41 m2 grossen Raums statt. Wir freuen uns, schon bald das ganze Jahr brauen zu können.